Leider erkranken immer mehr Menschen an Krebs. Fast jeder hat mittlerweile einen Familienangehörigen oder Bekannten, der gegen diese Krankheit ankämpfen muss. Die Therapie ist genauso individuell, wie die Erkrankung selbst. Ob Brustkrebs, Darmkrebs, Blutkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs das Stichwort lautet meistens Chemotherapie. Der Kampf gegen die Krankheit ist sehr hart für die Betroffenen, sowie für Angehörige. Was passiert während einer Krebstherapie mit dem Körper. Wie funktioniert eine Chemotherapie und wie wirkt eine Bestrahlung gegen den Krebs? Über Therapiemöglichkeiten und Nebenwirkungen erfährst Du im Folgenden.

Wie funktioniert eine Chemotherapie?

Eine Chemotherapie wird angewendet, wenn der Wirkstoff den ganzen Körper erreichen soll. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Krebs schon gestreut hat und sich Metastasen gebildet haben. Das Ziel einer Chemotherapie ist es das Tumorwachstum einzuschränken und ihn dadurch zu eliminieren. Oft wird eine Chemotherapie auch vor einem Eingriff angewendet, um den zu operierenden Tumor zu verkleinern. Chemotherapeutika können auch dabei Helfen die Rückbildung des Tumors und Metastasenbildung nach einer Operation vorzubeugen. Wer sich für eine Chemotherapie entscheidet hat keine Garantie auf eine Heilung. Viele Krebsarten sind sehr aggressiv und lassen sich nur sehr schwer behandeln. Es ist sehr wichtig das Nutzen-Risiko-Verhältnis abzuwägen. Dieses Verhältnis ist individuell sehr unterschiedlich. Allerdings können Statistiken einen allgemeinen Überblick geben. Ein Vergleich der Erkrankungs- und Sterberaten der jeweiligen Krebserkrankung kann beispielsweise ein Hinweis sein.

Chemotherapie.jpgArzneistoffe, die zur Krebstherapie eingesetzt werden nennt man Zytostatika. Diese Medikamente haben eine sehr starke Wirkung auf den Körper und sollen die entarteten Zellen (Tumorzellen) angreifen und zerstören. Bei Tumorzellen handelt es sich im Gegensatz zu normalen Zellen um sehr schnell teilende Zellen. Das bedeutet, dass sie sich in kürzester Zeit sehr stark vermehren und die bösartige Krankheit verbreiten können. Dieses Wissen ist für die Behandlung von Krebs enorm wichtig. Zytostatika sind Arzneimittel, die selektiv schnell teilende Zellen angreift. Die Wirkweise der verschiedenen Medikament ist sehr unterschiedlich. Je nach Art und Ort des Tumors kann ein anderes Zytostatikum verwendet werden. Die meiste Therapeutika greifen in den Vermehrungszyklus der Tumorzellen ein. Dies machen sie auf unterschiedliche Arten, indem sie das Erbgut verändern oder essentielle Faktoren für die Vermehrung ausschalten. Oft werden auch mehrer Medikamente miteinander kombiniert, um die Wahrscheinlichkeit einer Wirkung zu erhöhen.

Die Chemotherapie wird meistens in Zyklen durchgeführt. Der Patient bekommt sein Medikament in Form einer Infusion, Spritze oder Tablette an einem oder mehreren Tagen hintereinander. Danach wird die Behandlung zwei bis vier Wochen pausiert, bis sie wieder erneut durchgeführt wird. Die Pause ist nötig, damit sich der Körper regenerieren und sich von eventuellen Nebenwirkungen erholen kann. Ob die Behandlung Ambulant oder Stationär durchgeführt wird, hängt von der Situation des Patienten ab. Ein Patient, der sich in einer Chemotherapie befindet sollte auf jeden Fall sorgfältig betreut werden, um mögliche Reaktionen des Körpers schnell zu behandeln.

Welche Nebenwirkungen zieht eine Chemotherapie mit sich?

Wie jedes Medikament haben auch Zytostatika eine Reihe von Nebenwirkungen. Der Unterschied zu normalen Medikamenten ist die Potenz mit der Zytostatika entartete Zellen bekämpfen. Ein Medikament mit solch einer starken Wirkung, greift neben den Tumorzellen auch gesunde Zellen in unserem Körper an und verursacht zum Teil starke Nebenwirkungen. Die häufigste Nebenwirkung an die man sofort denkt ist der Haarausfall. Da Haarzellen, anders als die restlichen Körperzellen, sich sehr schnell teilen, werden auch diese besonders von den Zytostatika angegriffen. Die Schleimhäute sowohl im Mund als auch im Magen-Darmtrakt werden auch angegriffen. Dies ist die Ursache für die sehr oft auftretende Übelkeit und das Erbrechen während einer Chemotherapie. Auch die Blutwerte der Patienten sind während einer Chemotherapie schlecht. Das Immunsystem wird durch die starken Medikamente geschwächt und die Anzahl der weißen und roten Blutkörperchen geht zurück. Patienten, die eine Chemotherapie bekommen sind allgemein geschwächt und ausgelaugt. Andauernde Müdigkeit und Erschöpfung sind oft Folgen von einer Chemotherapie.

Die Übelkeit und das Erbrechen haben die Mediziner heutzutage relativ gut im Griff. Durch spezielle Medikamente kann der Brechreiz und die Übelkeit ausgeschaltet werden. Der Verlust der Haare ist besonders für die Frauen eine starke psychische Belastung. Viele Patienten rasieren sich ihren Kopf, bevor die Haare vollständig ausgefallen sind.

Für die Betroffenen ist mentale und soziale Unterstützung sehr wichtig. Krebspatienten sollten sich unbedingt von Alkohol und Nikotin fernhalten und auf eine besonders gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Man sollte sich nur so viel zumuten, wie man auch vertragen kann, aber das machen worauf man Lust hat, um die Lebensqualität nicht zu sehr einzuschränken. Es gibt mal bessere und schlechtere Tage, egal um welchen es sich handelt, Unterstützung ist immer wichtig.

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